Die geplante Ortsumgehung ist keinesfalls nur ein Attental-Problem!

Laut WHO sollte die durchschnittliche Lärmbelastung durch straßenverkehrsbedingte Lärmpegel auf weniger als 53 Dezibel verringert werden. Straßenverkehrslärm oberhalb dieses Wertes ist mit schädlichen gesundheitlichen Auswirkungen verbunden! (Quelle: WHO: neue Leitlinien)

Hier ein Beispiel, Wielandweg 15:
Im Null-Fall (d.h. die Umgehung wird nicht gebaut):
tags im EG: 64,0 dB nachts im EG: 56,6 dB tags im OG: 67,4 dB nachts im OG: 60,0 dB

Im Plan-Fall (d.h. die Umgehung wird gebaut):
tags im EG: 63,2 dB nachts im EG: 53,9 dB
tags im OG: 63,3 dB nachts im OG: 54,2 dB
(Quelle: Lärmgutachten RP)

Der Streckenbeginn der geplanten OU liegt bereits deutlich innerhalb von Jöhlingen, also deutlich vor dem Ortsausgang Richtung Wössingen. (Quelle: RP Bericht)

Die Straße wird angehoben, das heißt sie steigt schon innerorts an. Durch die entstehende Steigung zum Ortsausgang müssen die Fahrzeuge zusätzlich beschleunigen, was erhöhte Lärm- und Feinstaub-Emissionen nach sich ziehen wird! (Quelle: RP Bericht)

Entlang dem Streckenabschnitt Ortsausgang Richtung Wössingen ergeben sich keine Pegelerhöhungen und somit auch formell keine wesentlichen Änderungen. (Quelle: RP Bericht)

Das heißt, in diesem Streckenabschnitt erfolgt entgegen den Versprechungen der Politik keine nennenswerte Entlastung.
Zu welchem Zweck wird dann die Straße gebaut?

Eine weitere Belastung entsteht durch den Rückbau der jetzigen B293. Dadurch sind alle Einwohner von Jöhlingen zum Verlassen des Ortes in Richtung Berghausen/Karlsruhe und bei der Rückkehr in den Ort gezwungen, die Ortsdurchfahrt zweimal zu passieren.  Geschieht dies einmal pro Tag und pro Fahrzeug, wenn man von einer Verlängerung der Strecke von ca. 2,5 km ausgeht, dann wären das
bei einer Zahl von 2.000 PKW-Fahrten täglich und 220 Arbeitstagen

2.200.000 Kilometer/Jahr


Ist das eine Entlastung respektive eine tatsächliche Verbesserung?

Quelle: Regierungspräsidium Karlsruhe