
Am 22. September war Internationaler Autofreier Tag, der Abschluss der Europäischen Mobilitätswoche. Vielerorts wurden Straßen für einen Tag gesperrt und den Menschen zurückgegeben. Das ist ein guter Anlass, auch bei uns über die Zukunft des Verkehrs nachzudenken.
Der Verkehr ist das Sorgenkind beim Klimaschutz
Laut Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) verursachte der Verkehr 2024 rund 22 Prozent der deutschen Treibhausgasemissionen. Seit 1990 sind sie hier kaum gesunken. Der weitaus größte Teil stammt aus dem Straßenverkehr, vor allem von Pkw.
Fachleute setzen deshalb auf drei Hebel:
Für die Klimaziele müsste nach Einschätzung des Umweltbundesamts der Busverkehr bis 2045 verdoppelt und der Schienenverkehr um die Hälfte ausgebaut werden. Die bpb nennt ausdrücklich auch den Verzicht auf weiteren Straßenneubau als Baustein der Verkehrswende.
Gerade im ländlichen Raum fehlen oft Alternativen zum Auto. Umso wichtiger ist es, öffentliche Mittel dort einzusetzen, wo sie echte Alternativen schaffen: verlässliche Bahn- und Busverbindungen, sichere Radwege zwischen unseren Ortsteilen und eine lebendige Ortsmitte. Aus Sicht der Bürgerinitiative ist das nachhaltiger als neue Straßen, die zusätzlichen Verkehr anziehen und dauerhaft Flächen, Landschaft und Natur verbrauchen.
Bürgerinitiative Pro Jöhlingen e. V.