Jöhlingen, 28.12.20

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder und Unterstützer,

ein ungewöhnliches Jahr geht vorbei, welches uns mit dem Pandemiegeschehen deutlich vor Augen geführt hat, wie notwendig es ist, inne zu halten und die Dinge zu hinterfragen.

Sind ungehemmtes Wachstum und Globalisierung mit all seinen Folgen noch weiter zu verantworten? Dürfen wir weiterhin zu Lasten künftiger Generationen Raubbau an Ressourcen und Klima betreiben? Ein unreflektiertes „Weiter so“ können wir gegenüber unseren Kindern und Enkeln sicherlich nicht verantworten. Alles was wir tun, nicht oder zu spät tun, damit müssen künftige Generationen leben und fertig werden.

Wir haben die Erde nicht von unseren Eltern geerbt, sondern von unseren Kindern geliehen.

In dieser Erkenntnis ist jeder aufgefordert, zu überlegen, wie er seinen Beitrag zu einer nachhaltigen, klimaneutralen Wirtschafts- und Lebensweise leisten kann. Auf die Verantwortung und Zuständigkeit der Politik zu verweisen, ist wenig hilfreich, da die Politik sich gerade eben dieser Verantwortung entzieht und nicht den Mut aufbringt, ihrer Klientel unbequeme Wahrheiten zu verkündigen. Von der Politik werden ständig große Ziele und Visionen ausgegeben, mit einem Zeithorizont in der späten Zukunft, in der Hoffnung, dass sich dann niemand mehr daran erinnert. So fand die erste Welt-Klimakonferenz bereits 1979 statt. Das war vor rund 40 Jahren und was wurde zwischenzeitlich erreicht? Sehr wenig, stattdessen wieder neue Ziele zur Klimaneutralität bis 2050.

Es fehlt nicht an der Erkenntnis, was notwendig ist, es fehlt an der Bereitschaft und dem Mut Umzusteuern und neue, vielleicht auch unbequeme Wege zu gehen. Warten wir nicht bis andere vorangehen, sondern lasst es uns angehen, bevor es zu spät.

Die Bürgerinitiative Pro Jöhlingen e. V. hat in 2020, wenn auch pandemiebedingt mit weniger Außenwirkung, an Ihrem Ziel zur Förderung einer umweltgerechten Mobilitätswende festgehalten. Hierbei haben wir zu Entscheidungsträgern in Bund und bei Behörden sowie zu Umweltverbänden die maßgeblichen Einfluss auf das weitere Vorgehen bei den von uns in Frage gestellten Straßenbauvorhaben B293 und B10 haben, Kontakt aufgenommen und Einwendungen vorgetragen. Dies erfolgte in Zusammenarbeit mit anderen Bürgerinitiativen und Interessengemeinschaften aus der Region.

Darüber hinaus haben wir uns auf die Eröffnung der Planfeststellungsverfahren in 2021 vorbereitet und uns juristischen und fachkundigen Beistand organisiert, um zeitnah in der Eingabefrist mit allen gebotenen Mitteln gegen die Planung vorgehen zu können.

Wie erfolgreich wir hierbei sein werden, hängt neben dem Engagement unserer Mitglieder auch von unseren finanziellen Mitteln ab. Für die professionelle Vertretung unserer Interessen rechnen wir für die nächsten beiden Jahre mit einem hohen finanziellen Aufwand.

Zur Unterstützung unserer Arbeit sind Spenden natürlich immer sehr willkommen. (Bankverbindung: BAN: DE 74 66350036 0007112569, BIC: BRUSDE66XXX, Bank: Sparkasse Kraichgau). Für jede Spende stellen wir wie üblich natürlich eine Spendenquittung aus, siehe auch unsere Homepage: https://www.umgehung-joehlingen.de/spende/).

Sie können die Arbeit der Bürgerinitiative darüber hinaus auch über Ihren Einkauf bei Amazon unterstützen. Über diesen Link leitet Amazon 0,25 % des Umsatzes an die BI – ohne Kosten und Aufwand für Sie: https://smile.amazon.de/ch/34-002-40780

Wir wünschen unseren Mitgliedern und Unterstützern ein gutes Neues Jahr 2021 und hoffen, dass wir dann im neuen Jahr uns alle wieder gesund bei der nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung der BI treffen werden.

Ihre Bürgerinitiative Pro Jöhlingen e. V.

Zur Finanzierung erforderlicher Rechtsmittel im anstehenden Planfeststellungsverfahren benötigen wir Ihre Unterstützung. Wir haben daher die Möglichkeit, der BI Geld zu spenden auf unserer Homepage integriert. Ab sofort finden Sie unter diesem Link unser Bankverbindung, sowie die Möglichkeit per Paypal oder Kreditkarte uns direkt eine Spende zukommen zu lassen.

3.100 Unterschriften bei unserer Online-Petition

Heute haben wir bei unserer Online-Petition die Marke von 3.100 Unterschriften geknackt. Wir freuen uns sehr, dass sich so viele Leute mit unserem Anliegen solidarisieren und in Jöhlingen eine Lösung für Natur und Mensch der aktuellen Planung vorziehen.

Noch nicht unterzeichnet? Dann gleich unterschreiben, entweder vor Ort bei den Mitgliedern der Bürgerinitiative oder online: http://weact.campact.de/petitions/eine-sinnvolle-b-293-losung-fur-mensch-und-natur

Danke!

Unsere erste Veröffentlichung im Amtsblatt von Walzbachtal

Heute ist unsere erste Veröffentlichung im Amtsblatt der Gemeinde Walzbachtal erschienen. Wir sind stolz, auf das, was wir bis jetzt erreicht haben. Hier der Text unserer Veröffentlichung: Wie kann man zu einer sinnvollen Verkehrslösung für Jöhlingen kommen? Diese Frage haben wir seit unserer Vereinsgründung vor rund einem Jahr intensiv mit den Trägern öffentlicher Belange, Vertretern der… Unsere erste Veröffentlichung im Amtsblatt von Walzbachtal weiterlesen

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Aussagen der CDU-Fraktion über die Bürgerinitiative (BI) pro Jöhlingen:

  1. Die BI sucht nach einer anderen Lösung als die derzeit vom RP favorisierte Trasse.
  2. Mit den Fakten würden es ihre Mitglieder nicht immer so genau nehmen,
    führt die CDU Fraktion im Gemeinderat Klage.
  3. Die Fraktion habe festgestellt, so heißt es in einem Antrag, dass in der öffentlichen
    Diskussion momentan Behauptungen aufgestellt werden, die nicht der Wahrheit entsprechen.
  4. So sei unter anderem verbreitet worden, dass das RP eine andere Trassenführung
    bevorzugt hätte, die aber vom Gemeinderat in einer nicht-öffentlichen Sitzung abgelehnt worden sei.
    Diese Behauptung sei falsch, betont die CDU-Fraktion. Im Gegenteil sei die derzeit geplante Trassenführung vom Regierungspräsidium am 8. Oktober 2009 in öffentlicher Sitzung als Kompromiss zwischen der sogenannten Vorzugsvariante und der Referenzvariante zwei vorgestellt worden.
  5. Für die CDU sei klar: Entweder die Gemeinde akzeptiere die geplante Trassenführung
    oder es werde überhaupt keine Ortsumfahrung Jöhlingen geben.

Stellungnahme der Bürgerinitiative pro Jöhlingen zu den Aussagen der CDU-Fraktion im Presseartikel vom 27.04.2018 in den BNN:

Die Erwartung der Bürgerinitiative war und ist ein fairer Umgang, ein Austausch auf sachbezogener Ebene und dass sich die „Politik“ – Bürgermeister und Gemeinderäte – ernsthaft mit den Anliegen aller Bürger auseinandersetzt und nicht versucht, diese durch zweifelhafte Unterstellungen zu diffamieren.

Aus diesem Grund hat sich die BI bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt bei Herrn Burgey vorgestellt und auch an die Gemeinderäte geschrieben.

Die BNN berichtet dazu im Presseartikel vom 16.01.2018:

“… Die Gruppe hat schon das Gespräch mit Bürgermeister K.-H. Burgey gesucht. Von einem „atmosphärisch sehr guten Treffen“ berichtet Ralf Schmid. So charakterisiert es auch der Bürgermeister.“

Desweiteren heißt es dort:

„Wenn Bürger Interesse an dem Thema entwickeln, sei es grundsätzlich gut, meint das Gemeindeoberhaupt. Er habe allerdings darauf aufmerksam gemacht, dass sich die Initiative intensiv mit den Plänen und Überlegungen befassen sollte, die in der Vergangenheit schon diskutiert und verworfen wurden. Dazu zählte Burgey insbesondere die von der BI favorisierte ortsnahe Tunnellösung. Diese sei dem Gemeinderat vorgestellt und vor allem aus technischen Gründen ausgeschlossen worden.“

Die BI hat diesen Rat beherzigt und Nachforschungen angestellt, sich aber auch mit der aktuellen Planung und deren Auswirkungen für Jöhlingen auseinandergesetzt.

Am 27.04.2018 musste die BI aufgrund eines Berichts in den BNN feststellen, dass sie von der CDU-Fraktion öffentlich bezichtigt wird, Behauptungen aufzustellen, die nicht der Wahrheit entsprechen.

Aufgrund dieser Aussagen in den BNN muss die BI davon ausgehen, dass die CDU-Fraktion an einem sachlichen Austausch und einem Dialog mit der BI nicht interessiert ist.

Anstatt angeblich falsche Sachverhalte in einem Gespräch zu klären, wird die BI in ein schlechtes Licht gerückt.

Was steckt dahinter?

Warum entzieht man sich dem Dialog und stellt stattdessen die Sachlichkeit der BI in einem Zeitungsartikel in Frage?

Sollen dadurch die Bürger verunsichert werden?

Mit der Veröffentlichung dieses Artikels wird sicherlich bei den Bürgern die Wirkung erzielt, Reputation und Glaubwürdigkeit der BI in Frage zu stellen.

Die BI hat sich einen fairen und sachlichen Stil der Auseinandersetzung gewünscht. Durch den Umgangsstil der CDU-Fraktion lässt sie der BI jedoch leider keine andere Möglichkeit als öffentlich zu reagieren.

Die Bürgerinitiative möchte zum Thema Fakten und Behauptungen der CDU-Fraktion Stellung nehmen:

Die Behauptung, das RP hätte eine andere Trassenführung bevorzugt, die aber vom Gemeinderat in einer angeblich nicht-öffentlichen Sitzung abgelehnt worden sei, stammt nicht von der Bürgerinitiative pro Jöhlingen.

Wie die CDU-Fraktion zu solch einer Unterstellung kommt ist nicht nachvollziehbar. Alle Aussagen der BI beruhen auf nachprüfbaren Fakten: auf Basis der Historie, aus Berichten und Aussagen des Regierungspräsidiums (RP) zur aktuellen Planung.

Entspricht die nachfolgende Aussage den Fakten?

Laut Aussage der CDU-Fraktion sei die derzeit geplante Trassenführung vom RP am 08.10.2009 in öffentlicher Sitzung als Kompromiss zwischen der Vorzugsvariante und der Referenzvariante zwei vorgestellt worden.

08.10.2009:

…“Dem Walzbachtaler Gemeinderat wurde im Oktober 2009 der zweite Teil der Umwelt- verträglichkeitsstudie (UVS), die Risikoanalyse vom RP vorgelegt.
(den ersten Teil, die Raumanalyse hat das RP bereits 2006 dem Gemeinderat vorgelegt.) Es wurden drei südlich des Orts verlaufende Trassenvarianten erläutert.

Die Tunnelvarianten durften aus Kostengründen vernachlässigt werden.
Auch die drei Varianten erwiesen sich jedoch nicht als Weisheit letzter Schluss. Das RP steuert einen Kompromiss an“…
(nachzulesen im Bericht der BNN vom 10.10.2009)

hierzu unser Kommentar:

Dieser Bericht zeigt, dass am 08.10.2009 nicht die derzeit geplante Trassenführung als Kompromiss vorgestellt wurde, sondern lediglich verschiedene anscheinend suboptimale Trassenvarianten, aus denen dann ein Kompromiss angesteuert wurde.

a) Weitere Quellen, die den tatsächlichen zeitlichen Ablauf und den Inhalt der einzelnen Entscheidungen im Detail aufzeigen:

18.01.2012:

…“Der straßenbauliche Vorentwurf wurde der Gemeinde am 18.01.2012 vom RP zugesandt. (nachzulesen im Gemeindeblatt vom 19.04.2012)

12.03.2012:

…“Der Plan wurde dem Gemeinderat vorgestellt, in nicht-öffentlicher Sitzung am 12.03.2012. (nachzulesen im Gemeindeblatt vom 19.04.2012)

…“In nicht-öffentlicher Sitzung hat der Walzbachtaler Gemeinderat am 12.03.2012 über die Planungen des RP für die Jöhlinger Ortsumgehung beraten. Der Plan wurde von Vertretern des RP vorgestellt. Die Vorentwurfsplanung beruht auf den Ergebnissen der Umweltverträglichkeitsstudie aus dem Jahr 2009. Die Gemeinderäte waren ganz offensichtlich zufrieden.
Nicht anders ist der Entwurf eines Briefes an die Abteilung 4 des RP zu interpretieren, den Bürgermeister K.-H. Burgey dem Gremium am Montag, dem 16. April 2012 zur Beschlussfassung vorlegen will: „Die Trasse…wird von der Gemeinde akzeptiert“ heißt es in der Stellungnahme.“ (nachzulesen im Bericht der BNN – Printausgabe – vom 14.04.2012)

16.04.2012:

…“Der straßenbauliche Vorentwurf wurde der Gemeinde am 18.01.2012 vom RP zugesandt. Der Plan wurde dem Gemeinderat vorgestellt, in nichtöffentlicher Sitzung, am 12.03.2012.
In seiner öffentlichen Sitzung am 16.04.2012 hat der Gemeinderat folgende Stellungnahme beschlossen:

„Die gewählte Trasse der straßenbaulichen Vorplanung baut auf Ergebnisse der UVS aus dem Jahre 2009 auf; sie ist eine Kombination zwischen der damals untersuchten Vorzugsvariante und der Referenzvariante 2“…
(nachzulesen im Gemeindeblatt vom 19.04.2012)

„In der öffentlichen Gemeinderatssitzung am 16.04.2012 hat der Gemeinderat der gewählten Trasse zugestimmt.
(nachzulesen im RP-Bericht)

b) Aussagen zur aktuellen Trasse

Aus Presseberichten der Vergangenheit müssen weitere Aussagen der CDU-Fraktion in Frage gestellt werden.

Aussage zur aktuell geplanten Trasse vom Fraktionsvorsitzenden der CDU, Herrn Michael Paul:

„Man muss schon Wöschbacher sein, um diese Trasse gut zu finden.“(BNN, 19.04.2012)

Aussage zum Lärmschutz von Herrn Burgey:

„Der Bürgermeister wies insbesondere auf den aktiven Lärmschutz hin. Herr Burgey räumte ein, dass nicht nur die Attentalbrücke erhebliche Beeinträchtigungen bringe.“
(BNN, 19.04.2012)

c) Tunnelvariante:

Bereits im Jahr 2004 hat das Regierungspräsidium Karlsruhe der Gemeinde Walzbachtal im Rahmen der Offenlegung des Bebauungsplan-Entwurfs zum Baugebiet „Gageneck“ u.a. eine Tunnelvariante Kochsgrund / Ringstraße vorgeschlagen, welche jedoch noch im gleichen Jahr vom Gemeinderat umgehend abgelehnt wurde und zwar noch bevor alle alternativen Trassen geprüft waren.

(Auszug aus dem Gemeindeblatt)

Soviel zu „Mit den Fakten würden es ihre Mitglieder nicht immer so genau nehmen“… Genau das Gegenteil ist der Fall!

Aus den oben aufgeführten Berichten und Aussagen geht deutlich hervor, dass es nicht die BI pro Jöhlingen sein kann, die es mit den Fakten nicht so genau nimmt.

Durch die Aussage der CDU-Fraktion „so sei unter anderem verbreitet worden …“, wird suggeriert, dass die BI in vielen Fällen die Unwahrheit verbreiten würde. Solch pauschale und unqualifizierte Äußerungen sind einer demokratisch legitimierten Volksvertretung unwürdig und können nicht hingenommen werden.

Alternativlos?

Die Politik hält unkritisch an überholten Verkehrskonzepten fest und kritisiert lieber die Bürgerinitiative „Pro Jöhlingen“

Eine Reaktion auf Aussagen der Walzbachtaler CDU-Fraktion (http://nadr.de/unwahrheiten-zur-b293-umgehung/)

Seit mehr als einem halben Jahrhundert wird nach einer Lösung der Verkehrsprobleme der Verkehrsprobleme in Pfinztal und Walzbachtal gesucht, ohne dass es dabei zu nennenswerten Entlastungen oder zu dem von den Befürwortern von Umgehungsstraßen dramatisierten Verkehrsinfarkt gekommen ist.

Mit dem Bau des Grötzinger Tunnels wurde die Bündelung der B10/B293 im Bundesverkehrswegeplan festgeschrieben. Der Grötzinger Tunnel kann heute schon das Verkehrsaufkommen nicht uneingeschränkt bewältigen. Dennoch bauen Politik und Verwaltung immer noch auf die Umsetzung dieses veralteten Planungs-Konzeptes, welches unter Berücksichtigung des mit dem Ausbau der Straßen induzierten Verkehrs, von vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Darüber hinaus konterkariert dieser Planungsansatz das im Bundesverkehrswegeplan ebenfalls verfolgte Konzept der überregionalen Verkehrsleitplanung über die A5, A8 und B35, mit den zu erstellenden Ortsumfahrungen in Bruchsal, Bretten und Bauschlott.

Es kann und sollte nicht Ziel der Politik sein, mit dem Bau von Bundesstraßen Schwerlastverkehr von Autobahnen in den ländlichen Raum und damit in die Kommunen zu lenken.Vor dem Hintergrund des vergleichsweise geringen Nutzen/Kostenfaktors stellt die Umsetzung der Planung mit den Ortsumgehungen der B293 in Jöhlingen und Berghausen eine massive Verschwendung von Steuermitteln dar und rechtfertigt auch keine vorzeitige Realisierung vor anderen Vorhaben mit einem wesentlich besserem Nutzen/Kostenverhältnis.

Die Bürgerinitiative „Pro Jöhlingen“ (BI) bemüht sich um einen Dialog mit der Politik und den Bürgern, im Interesse einer zeitgemäßen Lösung, die auch neuzeitliche Planungsaspekte berücksichtigt und die Interessen aller Bürger mit einbeziehen will. Der Ansatz der örtlichen Politik „Allgemeinwohl gehe vor Einzelinteressen“ ist bequem und macht die offene Diskussion mit der Einwohnerschaft scheinbar entbehrlich. So verwundert es auch nicht, dass am Aktionstag der BI am 04.03.2018 im Attental vom Gemeinderat von Walzbachtal offiziell niemand zugegen war. Lediglich die Ortsgruppe vom Bündnis 90/Die Grünen hat den konstruktiven Dialog zur BI gesucht. Dennoch übt die Walzbachtaler CDU durch Ihren Fraktionsvorsitzenden Paul öffentlich Kritik an der BI und versucht diese auf Basis von Gerüchten öffentlich in Pressemitteilungen (BNN vom 27.04.18) zu diskreditieren, indem dieser der BI vorwirft, es mit den Fakten nicht immer genau zu nehmen. Speziell unterstellt der Fraktionsvorsitzende der Walzbachtaler CDU der BI, diese behaupte, das RP Karlsruhe würde eine andere Trassenführung, als die der derzeitigen „modifizierten ortsnahen Umfahrung“ von Jöhlingen durch das Attental bevorzugen. Auf welcher „fundierten“ Recherche die CDU Walzbachtal zu diesen Aussagen kommt ist kaum nachvollziehbar.

Dieses Vorgehen ist ein Zeichen für die Entfremdung von Politik und Bürgern und diskreditiert das Anliegen von 2.500 Unterstützern der Bürgerinitiative.

Fakt ist, dass die BI an Ihrem Aktionstag darauf hingewiesen hat, dass das RP Karlsruhe der Gemeinde Walzbachtal bereits im Jahr 2004 im Rahmen der Offenlegung des Bebauungsplans-Entwurfszum Baugebiet „Gageneck“ u. a. eine Tunnelvariante „Kochsgrund/Ringstraße“ vorgeschlagen hat, welche vom Gemeinderat noch im gleichen Jahr umgehend abgelehnt wurde, noch bevor alle Alternativen geprüft waren. Auch die Forderung der Gemeinde nach einer Verlängerung des Tunnels bis zur Einmündung Kirchbergweg führte zum vorzeitigen aus. Es stellt sich die Frage, ob Gemeinderatsmitgliedern Bauplätze, und hier auch eventuell die Eigenen, wichtiger waren, als eine geordnete Entwicklung der Siedlungs- und Verkehrsinfrastruktur.

Die Bürgerinitiative „Pro Jöhlingen“ fordert die örtliche Politik zur Rückkehr zu einer sachlichen Auseinandersetzung auf und würde es begrüßen, wenn miteinander anstatt übereinander gesprochen wird.

Viel Unterstützung für unsere Online-Petition

Wir freuen uns rießig, dass unsere Online-Petition gerade die Marke von 2.000 Unterschriften erreicht hat!

Danke an alle Unterzeichner für die Unterstützung.

Bitte weiter den Link teilen und weitergeben: http://weact.campact.de/p/umgehung-joehlingen

Erwachen in Jöhlingen

Jöhlinger Bürger alarmiert über geplantes Projekt „B 293 Orts-Umfahrung“

Die neu gegründete „Bürgerinitiative Pro Jöhlingen“ hat am Sonntag, den 04.03. einen Aktionstag durchgeführt. Ziel der Veranstaltung war es, die Bürger über den Planungsstand der B 293 Orts-Umfahrung zu informieren.

„Nach zahlreichen Gesprächen wurde uns bewusst“, so der Vorstand Ralf Schmid, „wie groß die Informationslücke der Einwohner von Jöhlingen über Projekt, Projektstatus und Auswirkung ist.“

Bereits eine Woche vor dem Aktionstag wurden die Haushalte in Jöhlingen mit einem Flyer und einer umfassenden Info-Broschüre über den aktuellen Planungsstand zur Orts-Umgehung informiert und zum Aktionstag bei der Kapelle „Maria Hilf“ am Parkplatz neben dem Naturdenkmal eingeladen.

An mehreren Stelltafeln konnten sich interessierte Bürger ein Bild über den Trassenverlauf, das dreispurig ausgebaute Teilstück und die neue innerörtliche Verkehrsführung machen. Sehr beeindruckend wurde die geplante Trasse und die Höhe der Straßenführung über die ca. 155 m

lange und bis zu 9 m hohe Brücke durch das Naherholungs- und Landschaftsschutzgebiet „Attental“ mit Luftballons gekennzeichnet. Dadurch wurde vor allem der geringe Abstand zur Wohnbebauung deutlich, was insbesondere vor dem Hintergrund vorgeblich nicht erforderlicher Lärmschutzmaßnahmen großes Erstaunen, zum Teil sogar Entsetzen bei vielen Bürgern auslöste.

Überdeutlich wurde, dass die momentan von der B 293 ausgehende Belastung und Verkehrsproblematik nicht beseitigt sondern mit der geplanten Orts-Umgehung nur an den südlichen Ortsrand verlagert wird.

Besorgt waren viele Bürger darüber, dass der Schwerlastverkehr durch den Ausbau der B 293 in unserem Lebensraum  weiter zunimmt, was die Belastung für alle Einwohner von Jöhlingen künftig sicherlich noch verstärkt.

Interessant war auch die Aussage eines Bewohners aus dem Wohngebiet Daubmann: „Schon heute höre ich den Lärm, wenn die Lkws über den Jöhlinger Buckel fahren. Ich befürchte, dass sich der Lärm durch die langgezogene Höhenlage der Umgehungsstraße und durch die viel höhere Fahrgeschwindigkeit noch deutlich verstärken wird.“

Aufgrund der Kessellage und der vorwiegenden Südwestwindstömung werden bei der geplanten Trassenführung nicht nur die Bewohner des Attentals, sondern auch andere Ortsteile, wie der Daubmann, Lärm- und Schadstoffopfer der geplanten Umgehung sein.“

Mit großem Interesse nahmen viele Bürger auch die Tunnellösungen zur Kenntnis, die vom Regierungspräsidium Karlsruhe im Rahmen der Untersuchungen von Trassenvarianten mit eingebracht wurden. Insbesondere da diese Lösungen wohl den geringsten Einschnitt in die Natur und die maximale Entlastung für alle Jöhlinger zur Folge gehabt hätten.

Großes Unverständnis herrschte auch über die bisher unzureichende Transparenz des Projekts, welches einen derart massiven Eingriff in ein Naherholungs- und Landschaftsschutzgebiet zur Folge hat. Die Erwartungshaltung vieler Bürger war bis jetzt eine völlig andere.

Die Bürgerinitiative konnte durch ihre ersten öffentlichkeitswirksamen Aktionen großes Interesse bei den Einwohnern der Gemeinde und darüber hinaus wecken. Über 200 Personen haben sich den Forderungen der Bürgerinitiative alleine am Aktionstag angeschlossen und mit Ihrer Unterschrift zum Ausdruck gebracht, dass eine überregional abgestimmte Verkehrslösung benötigt wird und eine Ortsumgehung, die das Problem nur verlagert keine dauerhafte Lösung der Verkehrsprobleme darstellt.

Die überwiegende Mehrheit der Besucher des Aktionstags war sich einig, dass die geplante Ortsumfahrung zu keiner signifikanten Verkehrsentlastung führe. Bevor ein weiterer Neubau von Straßen forciert und wertvolle Naturressourcen zerstört werden, sollten alle Alternativen geprüft werden. Hierzu zähle vorrangig ein Durchfahrverbot für Lastkraftwagen, wie es bereits andere Kommunen durchgesetzt haben.

Viele andere Regionen gehen bei Ihren Verkehrskonzepten diesbezüglich mit gutem Beispiel, Transparenz und Zustimmung bei den Bürgern voran.

Ein Video vom Aktionstag

Im Rahmen unseres Aktionsplans sind auch einige Videos entstanden. Hier das erste Video aus der Vogelperspektive. Ein Blick rund um die Kapelle, im Hintergrund das Attental ohne Bundesstraße und so wie wir es kennen und lieben. Ein weiteres Video folgt in den nächsten Tagen.

Die BNN und NADR berichten über unsern Aktionstag

Unter der Überschrift „Initiative sammelt reichlich Unterschriften“ hat die BNN am 5.3.2018 einen Artikel über unseren Aktionstag veröffentlicht. Auch NADR hat in diesem Zusammenhang über uns berichtet: http://nadr.de/trassendiskussion/ Die im Artikel erwähnte Online-Petition finden Sie hier: http://weact.campact.de/p/umgehung-joehlingen

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