Jöhlingen, 28.12.20

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder und Unterstützer,

ein ungewöhnliches Jahr geht vorbei, welches uns mit dem Pandemiegeschehen deutlich vor Augen geführt hat, wie notwendig es ist, inne zu halten und die Dinge zu hinterfragen.

Sind ungehemmtes Wachstum und Globalisierung mit all seinen Folgen noch weiter zu verantworten? Dürfen wir weiterhin zu Lasten künftiger Generationen Raubbau an Ressourcen und Klima betreiben? Ein unreflektiertes „Weiter so“ können wir gegenüber unseren Kindern und Enkeln sicherlich nicht verantworten. Alles was wir tun, nicht oder zu spät tun, damit müssen künftige Generationen leben und fertig werden.

Wir haben die Erde nicht von unseren Eltern geerbt, sondern von unseren Kindern geliehen.

In dieser Erkenntnis ist jeder aufgefordert, zu überlegen, wie er seinen Beitrag zu einer nachhaltigen, klimaneutralen Wirtschafts- und Lebensweise leisten kann. Auf die Verantwortung und Zuständigkeit der Politik zu verweisen, ist wenig hilfreich, da die Politik sich gerade eben dieser Verantwortung entzieht und nicht den Mut aufbringt, ihrer Klientel unbequeme Wahrheiten zu verkündigen. Von der Politik werden ständig große Ziele und Visionen ausgegeben, mit einem Zeithorizont in der späten Zukunft, in der Hoffnung, dass sich dann niemand mehr daran erinnert. So fand die erste Welt-Klimakonferenz bereits 1979 statt. Das war vor rund 40 Jahren und was wurde zwischenzeitlich erreicht? Sehr wenig, stattdessen wieder neue Ziele zur Klimaneutralität bis 2050.

Es fehlt nicht an der Erkenntnis, was notwendig ist, es fehlt an der Bereitschaft und dem Mut Umzusteuern und neue, vielleicht auch unbequeme Wege zu gehen. Warten wir nicht bis andere vorangehen, sondern lasst es uns angehen, bevor es zu spät.

Die Bürgerinitiative Pro Jöhlingen e. V. hat in 2020, wenn auch pandemiebedingt mit weniger Außenwirkung, an Ihrem Ziel zur Förderung einer umweltgerechten Mobilitätswende festgehalten. Hierbei haben wir zu Entscheidungsträgern in Bund und bei Behörden sowie zu Umweltverbänden die maßgeblichen Einfluss auf das weitere Vorgehen bei den von uns in Frage gestellten Straßenbauvorhaben B293 und B10 haben, Kontakt aufgenommen und Einwendungen vorgetragen. Dies erfolgte in Zusammenarbeit mit anderen Bürgerinitiativen und Interessengemeinschaften aus der Region.

Darüber hinaus haben wir uns auf die Eröffnung der Planfeststellungsverfahren in 2021 vorbereitet und uns juristischen und fachkundigen Beistand organisiert, um zeitnah in der Eingabefrist mit allen gebotenen Mitteln gegen die Planung vorgehen zu können.

Wie erfolgreich wir hierbei sein werden, hängt neben dem Engagement unserer Mitglieder auch von unseren finanziellen Mitteln ab. Für die professionelle Vertretung unserer Interessen rechnen wir für die nächsten beiden Jahre mit einem hohen finanziellen Aufwand.

Zur Unterstützung unserer Arbeit sind Spenden natürlich immer sehr willkommen. (Bankverbindung: BAN: DE 74 66350036 0007112569, BIC: BRUSDE66XXX, Bank: Sparkasse Kraichgau). Für jede Spende stellen wir wie üblich natürlich eine Spendenquittung aus, siehe auch unsere Homepage: https://www.umgehung-joehlingen.de/spende/).

Sie können die Arbeit der Bürgerinitiative darüber hinaus auch über Ihren Einkauf bei Amazon unterstützen. Über diesen Link leitet Amazon 0,25 % des Umsatzes an die BI – ohne Kosten und Aufwand für Sie: https://smile.amazon.de/ch/34-002-40780

Wir wünschen unseren Mitgliedern und Unterstützern ein gutes Neues Jahr 2021 und hoffen, dass wir dann im neuen Jahr uns alle wieder gesund bei der nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung der BI treffen werden.

Ihre Bürgerinitiative Pro Jöhlingen e. V.

Entlastung der Bürger schnell und kostengünstig möglich

Mitte Februar hat der Bundesrat beschlossen, dass auf Bundesstraßen auch Fahrverbote für LKW ab 7,5 Tonnen erlassen werden können. Voraussetzung ist, dass aufgrund der örtlichen Verhältnisse eine entsprechende Gefahrenlage gegeben ist. (Quelle Drucksache 591/19)

Die Bürgerinitiative Pro Jöhlingen e. V. begrüßt es, dass eine ihrer zentralen Forderungen von der Politik aufgegriffen und in Gesetzesform ihren Niederschlag findet. Durch die Ausweisung eines Durchfahrverbotes für LKW ab 7,5 Tonnen auf dem Streckenabschnitt der B 293 zwischen Bretten und Berghausen kann ein nachhaltiger Beitrag zur Entlastung der innerörtlichen Verkehrssituation in Jöhlingen geleistet werden. Diese Lösung ist sehr kurzfristig, effizient und kostenminimal umsetzbar und bedarf keiner langjährigen Planung sowie kostenintensiver Baumaßnahmen. Ein weiterer Aspekt ist, dass das Naherholungsgebiet Attental vor einem unumkehrbaren Eingriff verschont und damit seine wichtige Funktion für Mensch, Klima und Natur erhalten bleibt.

Einer Ausweisung eines entsprechenden Durchfahrverbotes dürfte aus rechtlichen Gründen somit nichts mehr im Wege stehen, zumal ja das Regierungspräsidium Karlsruhe die Notwendigkeit einer OU-Jöhlingen B293 gerade mit den Argumenten begründet hat, die sich jetzt auch in der neuen Gesetzesvorlage für das Durchfahrverbot wiederfinden.

https://www.bvwp-projekte.de/strasse/B293-G30-BW-T2-BW/B293-G30-BW-T2-BW.html

Die BI Pro Jöhlingen e.V. fordert die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung im Interesse der betroffenen Bürger und zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in Jöhlingen auf, umgehend von den neuen rechtlichen Möglichkeiten Gebrauch zu machen und mit Nachdruck Maßnahmen zur Realisierung des Durchfahrverbotes einzuleiten.

Links zu diesem Artikel

Dieser Artikel ist am 5. März 2020 im Amtsblatt der Gemeinde Walzbachtal erschienen.

Außerdem kann er bei NARD und bei kraichgau.news nachgelesen werden.

Offener Brief an Herrn Dr. Jung, MdB

In einem offenen Brief an Herrn Dr. Jung, MdB haben wir auf die Berichterstattung in den BNN vom 10.01.2020 reagiert. Hier der Wortlaut des offenen Briefs: Jöhlingen, 11.01.2020 Dr. Christian Jung, MdB Deutscher Bundestag Platz der Republik 1 11011 Berlin Per E-Mail an christian.jung@bundestag.de Offener Brief als Reaktion zur Berichterstattung in den BNN vom 10.01.2020… Offener Brief an Herrn Dr. Jung, MdB weiterlesen

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Zur Finanzierung erforderlicher Rechtsmittel im anstehenden Planfeststellungsverfahren benötigen wir Ihre Unterstützung. Wir haben daher die Möglichkeit, der BI Geld zu spenden auf unserer Homepage integriert. Ab sofort finden Sie unter diesem Link unser Bankverbindung, sowie die Möglichkeit per Paypal oder Kreditkarte uns direkt eine Spende zukommen zu lassen.

3.100 Unterschriften bei unserer Online-Petition

Heute haben wir bei unserer Online-Petition die Marke von 3.100 Unterschriften geknackt. Wir freuen uns sehr, dass sich so viele Leute mit unserem Anliegen solidarisieren und in Jöhlingen eine Lösung für Natur und Mensch der aktuellen Planung vorziehen.

Noch nicht unterzeichnet? Dann gleich unterschreiben, entweder vor Ort bei den Mitgliedern der Bürgerinitiative oder online: http://weact.campact.de/petitions/eine-sinnvolle-b-293-losung-fur-mensch-und-natur

Danke!

Am Welt-Klima-Tag der „Friday for Future“-Bewegung haben Mitglieder der Bürgerinitiative Pro Jöhlingen e.V. diese Frage unter dem Motto „Die Würfel sind noch nicht gefallen“ mit interessierten Bürgern diskutiert. Entlang der Jöhlinger Straße wurden auf großen Textwürfeln plakativ Fakten, Fragen und Anregungen zur geplanten Ortsumgehung der B293 dargestellt. Hierbei wurde auch der negative Einfluss der Trassenführung auf die natürlichen Ressourcen und das lokale Kleinklima hervorgehoben.

Um die Klimaziele in Deutschland zu erreichen müssen unbequeme Wahrheiten ausgesprochen werden. Neue Straßen dürfen nicht mehr gebaut werden, wenn das CO2-Ziel im Verkehrsbereich, der einen Anteil von 15,2 % an den CO2-Emissionen hat, noch bis 2030 erreicht werden soll. Eine Mobilitätswende, weg vom Individualverkehr ist dabei ein Teil dieser Wahrheit. Bekenntnisse der Bundes- und Landesregierung in Baden-Württemberg zu mehr Klimaschutz müssen endlich auch in konkretem Handeln im Bundesverkehrswegeplan ihren Niederschlag finden.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat den Kommunen beim Klimaschutz eine Schlüsselrolle zugeordnet. Parlamente können die Energiewende, Mobilitätswende, nachhaltiges Bauen und Wohnen anschieben, umgesetzt werden könne dies nur vor Ort in den Regionen und Kommunen.

Schwerlastverkehr von der Autobahn über das Angebot von Ausweichtrassen in den ländlichen Raum zu verlagern, wie mit der Ortsumgehung B 293 in Jöhlingen vorgegeben, stellt keinen Beitrag zu einer verantwortlichen Verkehrspolitik dar und leitet nicht die aus klimagründen notwendige Wende in der Verkehrsmobilität ein. Gütertransitverkehr konsequent auf die Schiene zu verlagern und LKW-Durchgangsverkehr in Kommunen zu unterbinden, muss die Devise einer intelligenten und nachhaltigen Verkehrspolitik zum Wohle der Bürger sein – auch in Walzbachtal!

Der gleichlautende Text wurde auch bei kraichgau.news veröffentlicht.

Aktuell gibt es von verschiedenen Seiten massive Kritik an den Klimaschutzplänen des Verkehrsministeriums. Aus unserer Sicht sind die überholten Modelle und Annahmen auch Basis für den Bundesverkehrswegeplans und damit auch des geplanten Ausbaus der B293 bei Jöhlingen.

Aus unserer Sicht müssen alle geplanten Projekte nochmal auf den Prüfstand und hinsichtlich der aktuellen Erkenntnisse neu bewertet.

Hier weiterlesen: https://www.tagesschau.de/inland/kritik-verkehr-klimaschutz-101.html

Erste Ferienspaßaktion der Bürgerinitiative war ein voller Erfolg

Zu einer „Tierischen Ralley durchs Attental“ versammelten sich am Montag, 5. August, elf Kinder, fünf Erwachsene und drei Vierbeiner im Nelkenweg. Nach einem kurzen Kennenlernen und einer Einweisung, wie wir uns als Gruppe im Wald verhalten, ging es los.Wenige Minuten später erwartete uns Herr Edwin Siebenmorgen bei seinen Bienenstöcken und erklärte uns alles über diese… Erste Ferienspaßaktion der Bürgerinitiative war ein voller Erfolg weiterlesen

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https://bnn.de/nachrichten/suedwestecho/verkehrsminister-will-beim-autoverkehr-auf-bremse-treten
#Verkehrsminister #Herrmann will auf die #Bremse treten – so titelt die #BNN heute – und in #Jöhlingen wird eine #Ortsumgehung geplant, begründet mit einem #Bedarf und einem #Verkehrsaufkommen, welcher künftig in der Form gar nicht mehr gegeben sein wird. #VerkehrswendeJetzt #B293 #Irrsinn stoppen
Das #Umdenken in der #Verkehrspolitik und der #Klimapolitik kommt auch in #Jöhlingen an

BNN vom 11. Juni 2019